Piraten entern Stimmzettel zur Bundestagswahl

Die Piratenpartei hat es geschafft – sie sind bei der Bundestagswahl am 27. September 2009 zugelassen. So tritt die Partei nun in 15 Bundesländern zur Wahl an. Hier in Würzburg sogar mit einem Direktkandidaten: Der 31-jährige Diplominformatiker Markus Heurung aus Würzburg tritt im Wahlkreis 251 (Würzburg Stadt und Landkreis) zur Wahl an. Zwar muss der Wahlausschuss am 31.7.09 noch zustimmen, aber dies „sei nur noch Formsache, die juristischen Anforderungen und benötigten Unterschriften haben wir erfüllt“, betont Heurung.

In Unterfranken informiert die Partei an Infoständen in Würzburg und Aschaffenburg über ihre Ziele. So konnte man sich am vergangenen Samstag am Sternplatz in Würzburg informieren. Auch der Direktkandidat Markus Heurung war vor Ort und stand den Bürgern Rede und Antwort.
Direktkandidat und 1. Vorsitzender

Dabei wurde er von acht Parteimitgliedern unterstützt, die Infomaterial, Parteiprogramme und Aufkleber der Piraten verteilten. »Der Name Piratenpartei soll originell klingen und sich von den gewohnten Parteibezeichnungen abheben. Politisch stehen die Piraten weder links noch rechts; sie sind liberal, denn sie vertreten ernsthafte Standpunkte zu Bürgerrechten und -freiheiten« erklärte Parteimitglied Moritz Voss (30).

»Als junge und noch relativ unbekannte Partei versuchen wir, unsere Ziele durch Infostände bekannter zu machen. Auch möchten wir Missverständnisse ausräumen und Fragen klären und die Möglichkeit geben, mit uns in Kontakt zu treten. Dazu werden wir in den nächsten Wochen bis zur Bundestagswahl im gesamten unterfränkischen Gebiet durch Infostände und Stammtische Präsenz zeigen.“ sagte Johannes Müller, 1. Vorsitzender des Bezirksverbandes Unterfranken.

Wer mit den Piraten in Kontakt treten möchte, kann dies bei einem ihrer Stammtische tun. So trifft sich unterfränkischen Piraten das nächste Mal am 16.8.2009 um 17 Uhr im Café Klug in Würzburg.

Die Piratenpartei sieht sich als eine Bürgerrechtspartei und engagiert sich für Privatsphäre und Datenschutz, für einen transparenten Staat statt einem gläsernen Bürger, eine Reformierung des Urheberrechts und gegen Zensur im Internet.

Mit diesen Zielen bringt sie Themen in die Politik, die von den etablierten Parteien in den vergangen Jahren nicht bzw. zu wenig behandelt wurden, aber die jungen Leute heute doch sehr betreffen.

Markus Heurung: »Wir freuen uns immer über regen Austausch mit Gleichgesinnten, aber auch über Diskussionen mit Unentschlossenen oder Kritikern.« – mitmachen bei der Piratenpartei kann man übrigends auch online – hierzu hat die Piratenpartei extra Webseiten, Wikis und Mailinglisten eingerichtet.


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