„Würzburg lebt Respekt“

Rund 150 Personen zählte der als Gedenkmarsch betitelte Aufmarsch der rechtsextremen Kleinpartei „Der Dritte Weg“  am gestrigen Samstag in Würzburg. Zum Anlass nahmen die Rassisten den Jahrestag der Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945. Wiederholt propagierte der Dritte Weg“ falsche Opferzahlen und seine Theorie vom „Bombenholocaust“ und versucht damit, die Kriegsschuld des Dritten Reiches zu relativieren. An der Demo der Rechtsextremen nahmen größtenteils Personen teil, die zu diesem Zweck aus anderen Teilen der Bundesrepublik angereist waren. 

Würzburg sah jedoch nicht tatenlos zu, sondern zeigte mit der Gegenveranstaltung „Würzburg lebt Respekt“ beeindruckend auf, dass in der Universitätsstadt kein Platz für Rassismus ist. 
Etwa 2500 Menschen zogen als Zeichen gegen Rassismus und Geschichtsrevisionismus mit Trillerpfeiffen und Transparenten vom Marktplatz zum Rennweg. 
Benjamin Wildenauer, Bundestagskandidat und Bezirksvorsitzender der Piratenpartei Unterfranken, der ebenfalls anwesend war , dazu:
„Ich bin jedes Mal wieder aufs Neue erstauntwie deutlich und zahlreich die Würzburger sich gegen Fremdenhass positionieren. Sei es gegen Pegida, die AFD oder eben den dritten Weg, der vor ein paar Jahren schonmal – damals noch als „Freies Netz Süd“ – erfolglos versuchte, hier seine Parolen an den Mann zu bringen. Das imponiert mir und ich danke allen Teilnehmern, die heute mit dabei waren und klargestellt haben, dass Rassismus keine Meinung ist.“
Mirco Lukas, Mitglied im unterfränkischen Bezirksvorstand, ergänzt:
„Wohin Rechtsextremismus führt, musste Europa schon einmal erleben. Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass so etwas nie wieder passiert.“

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