Resümee zur Veranstaltung zum Radverkehr

Am Donnerstag Abend luden die Piraten ein zu einer Diskussionveranstaltung zum Radverkehr in Würzburg. Die Partei möchte mehr Bürgerbeteiligung und mehr direktere Formen der Demokratie. Politiker sind nicht dazu da, um sämtliche Antworten auf die Fragen des Alltags zu liefern, sondern dazu die Antworten der Bevölkerung zu kanalisieren und umzusetzen.

Radfahr_669x445Bei der Veranstaltung „Radverkehr – passt der überhaupt zu Würzburg?“ der Piraten ging es um alles rund um den Radverkehr in Würzburg. Zu Beginn gab Dominik Metzger einen kleinen Abriss über die aktuelle Fahrradsituation in Würzburg. Unzählige Stellen bei denen die Radwegführung gefährlich oder nicht klar erkennbar ist prägen dieses Bild.
Im Anschluss gab Jan Bühler, Kandidat der Piraten in Unterfranken für den Landtag, einen Überblick über die Vorplanungen auf der Achse Sanderau-Frauenland. Diese Route ist bereits heute im Vergleich mit anderen Würzburger Routen in einem relativ guten Zustand, allerdings werden in der Vorplanung die Vorgaben des bayerischen Innenministeriums nicht vollständig umgesetzt. In der Diskussion wurde klar, dass sich Radfahrer in Würzburg eher nicht willkommen fühlen. Vielerorts wird auf dem Radweg geparkt, auch die WVV missbraucht Fahrradstreifen für Haltestellenschilder. Insgesamt ist es nicht möglich, sich als Radfahrer sicher, zügig, komfortabel und legal fortzubewegen.

Als Forderungen konnte zum Schluss festgehalten werden, dass alle benutzungspflichtigen Radwege auf ihre Benutzungspflicht zu überprüfen sind. Es gibt gerade in Würzburg viele benutzungspflichtige Radwege, welche nicht die aktuellen gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Ebenso braucht es Aufklärungskampagnen, da die aktuelle Rechtslage im Bezug auf Radfahrer kaum bekannt ist. Regelmäßig vorkommende Verstöße, wie beispielsweise zu knappes Überholen durch Autos, sollen damit reduziert werden und dadurch das Radfahren attraktiver werden.

Auch der folgende Vortrag zur Elektromobilität regte stark zur Diskussion an. Schon während der Einführung in das Thema wurde lebhaft über die Chancen durch Pedelecs und E-Bikes diskutiert. Vorteil dieser elektronisch unterstützten Räder ist, dass sie einen sehr geringen Energieverbrauch haben. Selbst beim derzeitigen deutschen Strommix sind Elektrofahrräder um Längen besser für die Umwelt als Mofas oder Roller. Bei Autos hingegen macht Antrieb derzeit keinen deutlichen Unterschied bei den CO2-Emissionen, Elektroautos haben erst mit Ökostrom einen wesentlich niedrigeren CO2-Ausstoß als konventionelle Autos.
Pedelecs sind zwar teurer als normale Fahrräder, allerdings können diese das Auto viel besser als ein Fahrrad ersetzen. Laut einer Umfrage des VCDs nutzen 95% aller Pedelecnutzer das Pedelec statt des Autos, 21% benötigen sogar gar kein Auto mehr. Zudem sind Pedelecs bereits heute ausgereift: 99% würden wieder ein Pedelec kaufen. Im Unterhalt und Betrieb sind Pedelecs dann sehr günstig, weswegen beispielsweise Pizzalieferdienste bereits beginnen auf Pedelecs umzustellen.

Im Anschluss gab es noch einen Workshop, in dem Piraten und nicht-Piraten aus der Diskussion einen Programmantrag für den Bezirksparteitag der Piraten erarbeiteten. Dieser findet am 6.8. Schweinfurt statt. Jeder ist bei den Parteitagen der Piraten antragsberechtigt und kann in der Aussprache vor der Abstimmung zu den Anträgen gleichberechtigt mit diskutieren und debattieren.


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