Kein Platz für Nazis in Würzburg

Am 1. Mai zeigten die Würzburger deutlich, dass in ihrer Stadt rechtes Gedankengut nicht willkommen ist. Mit einem „Fest der Demokratie“ am Marktplatz zeigten Parteien, Organisationen und Bürger den Wert unserer Demokratie auf und lieferten unter dem Motto „Würzburg ist bunt, nicht braun!“ ein Gegenprogramm zu der menschenverachtenden Ideologie der Nazis. Die Piraten boten hier durch Aufklärung und Kinderschminken ein vielfältiges Programm für die interessierten Würzburger.

Besonders fällt jedoch die Leistung der vielen Menschen auf, die nichts unversucht ließen, um die Demonstration der Faschisten mit friedlichen Mitteln aufzuhalten.
Es ist den aktiven Gegendemonstranten zu verdanken, die den Berliner Ring versperrten und sich den Faschisten in der Semmelstraße in den Weg stellten, dass der Aufmarsch der Neonazis vom „Freien Netz Süd“ nicht wie geplant durchgeführt werden konnte. Die Route der Demokratiefeinde fiel somit deutlich kleiner aus als ursprünglich erwartet.

Bruno Kramm, Spitzenkandidat der Piratenpartei Bayern zur Bundestagswahl, unterstütze den Gegenprotest und rief schon während der Demonstration des DGB zur Blockade der Neonazis auf. Bei der Besetzung des Berliner Rings erinnerte er an die vielen Opfer rechter Gewalt und sorgte dafür, dass ihre Schicksale nicht in Vergessenheit geraten.

Die Polizei verhielt sich meist friedlich und konnte durch ein massives Aufgebot an Einsatzkräften die Sicherheit der Bürger zu jedem Zeitpunkt garantieren.
Doch es gab auch Schattenseiten. Durch die massive Polizeipräsenz und das überzogene Sicherheitskonzept wurde der durch das Grundgesetz garantierte Gegenprotest deutlich erschwert. Auch konnten die Neonazis, entgegen der Auflagen, ungehindert die Gegendemonstranten filmen und fotografieren und es kam zu Übergriffen auf Pressevertreter. In Zukunft sollte die Polizei deutlich konsequenter auf die Einhaltung der Auflagen bestehen und die Rechte der Gegendemonstranten achten, denn der Schutz unser freiheitlich demokratischen Grundordnung ist die höchste Pflicht der Beamten.

Der 1. Mai hat uns gezeigt, dass wir als Gesellschaft nur gemeinsam erfolgreich gegen Neonazis vorgehen können und eine Spaltung des Gegenprotests in politische Lager letztendlich nur den Faschisten nützt. Würzburg wird auch in Zukunft keine Nazis dulden und noch enger zusammenarbeiten, um rechte Aufmärsche zu verhindern. Durch eine noch bessere Kooperation wird es für die friedlichen Gegendemonstranten mit Sicherheit kein Problem sein, die Faschisten wirksam und langfristig zu stoppen.

Wir Piraten werden durch Aufklärung, politische Bildung und insbesondere aktiven Widerstand unseren Beitrag dazu leisten, gegen rechtes Gedankengut vorzugehen und fordern alle Bürger dazu auf, sich anzuschließen.


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